SGM Hapkido

Hapkido

Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Ein Teil ihrer Techniken haben ihre Wurzeln im japanischen Daito Ryu Aiki Ju Jutsu.

Der Meister des Daito Ryu Aiki Ju Jutsu, Sogaku Takeda, nahm einen koreanischen Schüler bei sich auf, der nach dessen Tod nach Korea zurückkehrte. Der Name dieses Mannes war Choi, Yong-Sul und er gilt als der Begründer des Hapkido. In die von Meister Takeda erlernten Techniken wurden später Techniken anderer koreanischer Kampfkünste integriert, wie die des Tae Kyon, das auch als ein Vorläufer des Taekwondo gilt.

Anfang des 20. Jahrhunderts fand eine allgemeine Entwicklung in den Kampkünsten statt, die weg von der reinen Selbstverteidigung hin zu den Wettkampf-Sportarten führte. Hapkido hat diese Entwicklung bewusst nicht mitgemacht. Es werden weiterhin alle Techniken verwendet, die sich in der Selbstverteidigung bewähren. Dazu zählen Tritte und Schläge, Würfe und Hebel, sowie Waffentechniken. Letztere werden ab dem schwarzen Gürtel gelehrt. Dies sind Schwert, Kurz- und Langstock, Spazierstock und Seil. Die Messerabwehr und das Entwaffnen von bewaffneten Angreifern sind ebenfalls Bestandteil der Ausbildung. Der Unterricht findet immer im Vollkontakt mit dem Partner statt.

Wegen der vielfachen realistischen Anwendungsmöglichkeiten in der Selbstverteidigung werden in Südkorea die Spezialeinheiten des Militärs und der Polizei in Hapkido unterrichtet. Formen – wie Taeguk, Poomsae oder Kata – gibt es im traditionellen Hapkido nicht. Im Freikampf dürfen alle erlernten Techniken angewandt werden.

Name & Philosophie

Hap

Hap - Die "Vereinigung" beziehungsweise die Harmonie von Körper, Geist und Seele.

Ki

Ki - Die „Lebensenergie“ mit den drei Aspekten innere und äußere Kraft, Geistesgegenwart und seelische Ausgeglichenheit.

Do

Do - "Der Weg" beziehungsweise die Lehre.

Zusammen kann Hapkido mit „Weg der harmonischen Energie“ oder „Lehre der Entwicklung der Lebensenergie zu einem Gleichgewicht“ übersetzt werden.